SAP Info, 04/2004 | Schnelle
Entscheidung für SAP Business One
„Hilfe, ich brauche sofort ein
neues ERP-System …“
Das Unternehmen Heggen Großhandel erlebte Anfang März
2003 mit seiner bisherigen Software ein Worst-Case-Szenario.
Die Datenbank war ausgefallen, die Software ließ sich nicht mehr starten und
Rechnungen konnten nicht mehr geschrieben werden. In seiner Not wandte sich das
Unternehmen an den SAP Business Partner W-CONCEPT, der SAP Business One vom Auftrag bis zur Projektübergabe in fünf Werktagen
installierte.
Die Firma Heggen
Großhandel für Hygiene- und Gebäudereinigungsbedarf wurde Anfang der 50er-Jahre
in Dortmund-Eving gegründet und wird heute als
Familienbetrieb in dritter Generation von Hanns-Holger Heggen
als Inhaber geleitet. Zu den Lieferanten des kleinen Mittelständlers gehören
unter anderem Ecolab, Van Houtum
bv, Vileda Professional, Nilco Reinigungsmaschinen, Kiehl, Vermop
und Alto Deutschland. Die Kunden sind Gebäudereinigungsdienste, Industrie- und
Kleinbetriebe. In dem typischen Familienbetrieb arbeiten neben den vier
Angestellten noch die drei Familienmitglieder tatkräftig mit.
Hanns-Holger Heggen denkt mit gemischten Gefühlen an
den 3. März 2003 zurück: „Eigentlich war es ein Glückstag, denn an diesem Tag
wurde meine Tochter geboren“, erinnert er sich. Doch dann kam alles ganz
anders. Noch im Krankenhaus erhielt er einen Anruf aus der Firma, dass es
massive Probleme mit der Software gäbe. „Es ging praktisch nichts mehr“, sagt Heggen, „und das Schlimmste: Wir konnten keine Rechnungen
mehr schreiben. Für einen mittelständischen Großhändler ist das eine Situation,
die durchaus geschäftsbedrohend sein kann.“
Schnell, schneller, am
schnellsten
Bereits früher gab es immer wieder Probleme mit der Software, die
speziell für die Anforderungen bei Heggen angepasst
und erweitert worden war. Zudem hatte der Hersteller bereits Insolvenz
angemeldet und ein Service war nicht mehr verfügbar. Bislang hatte Heggen anfallende „Reparaturen“ immer noch selbst lösen
können. Als diplomierter Betriebswirt hatte er sich bereits während seines
Studiums intensiv mit Datenbanken und der Implementierung von SAP R/3 befasst.
Angesichts des kompletten Ausfalls war aber auch Heggen
ratlos. Gefragt war jetzt eine schnelle und vor allem investitionssichere
Lösung.
„Als wir am späten Nachmittag den Anruf von Herrn Heggen
erhielten, dass sein bisheriges System nicht mehr einsatzfähig sei“, sagt
Thomas Bürmann, Vertriebsleiter bei der W-CONCEPT
GmbH und verantwortlich für das Projekt bei Heggen
Großhandel, „haben wir den Auftrag sofort angenommen, wohl wissend, dass es
sich um einen Wettlauf mit der Zeit handelt.“ Zunächst mussten die
Anforderungen des Projektes in einem speziellen Katalog, einer Art
Mini-Pflichtenheft, erfasst werden. „Mit Hilfe von SAP gelang es uns, diese
Anforderungen bis zum Abend zu erfüllen“, erinnert sich W-Concept-Geschäftsführer
Jürgen Wrede an die Situation. „Gegen Mittag des nächsten Tages erhielten wir
von SAP die Freigabe für das Projekt“, erläutert Wrede weiter, „und bereits am
Nachmittag hatten wir die benötigten Lizenzen. Das ist sicherlich
rekordverdächtig und beweist eindrucksvoll, dass SAP schnell und flexibel auf
die Bedürfnisse von Kunden und Partnern reagiert.“
Schon am nächsten Tag installierten die W-Concept-Techniker
SAP Business One, richteten die erforderlichen
Clients für drei User ein, setzten das Unternehmen auf, machten die nötigen
Einstellungen und erklärten dem Geschäftsleiter, wie er Stammdaten anlegen und
aufarbeiten muss. So konnte der Großhändler bereits am darauf folgenden
Wochenende seine Datenbank wieder mit den wichtigsten Kunden und Artikeln befüllen. Die Berater von W-Concept
schulten dann Inhaber Heggen und seine drei
Mitarbeiter im Anschluss zwei Tage im Umgang mit SAP Business One. Das Unternehmen war danach wieder voll einsatzbereit.
„Allerdings mussten wir durch den Ausfall unseres Altsystems etwa 500
Rechnungen in SAP Business One nachträglich erfassen,
was zum Teil zu erheblichen Zahlungsverzögerungen und finanziellen Einbußen für
unsere Firma führte“, ärgert sich Heggen noch heute.
„Immerhin konnten wir Teile der alten Datenbank retten, indem wir die Daten
nach Excel exportierten und dann in SAP Business One
einspielten, womit wir dem Unternehmen helfen und die Arbeit erleichtern
konnten.“ Im Rahmen des Projektes installierte W-CONCEPT auch gleich einen
neuen Fujitsu Siemens Primergy Server bei Heggen Großhandel.
Früher Kontakt zahlte sich aus
Mit ein Grund für den schnellen Service war, dass beide
Unternehmen bereits seit Februar 2003 Verbindung zueinander hatten.
Hintergrund: Hanns-Holger Heggen hatte im Internet
Informationen über SAP Business One gelesen und sich
für die Software interessiert. Er kontaktierte daraufhin per E-Mail SAP, die
den Kontakt an W-Concept weitervermittelte. „Wegen
der Insolvenz unseres bisherigen Anbieters waren wir auf der Suche nach einer
investitionssicheren Lösung, die Ende 2003 unser Altsystem ablösen sollte“,
erklärt Inhaber Heggen eines seiner Motive.
So konnte sich der Geschäftsleiter bereits Ende Februar 2003 im Rahmen eines
Beratungsgesprächs mit W-Concept von der
Leistungsfähigkeit der Software überzeugen. Anklang fanden bei Heggen besonders jene Funktionalitäten in SAP Business One, die in seinem Unternehmen gebraucht wurden, darunter
Kennzahlen wie Verkaufsanalysen, Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie
Cashflow. Besonders gut hatten ihm auch die Drag&Relate-Funktionen
in SAP Business One gefallen, mit denen
betriebswirtschaftliche Abfragen einfach und schnell ausgeführt werden können,
sowie die Möglichkeiten, in Microsoft Word verfasste Rezepte an den
Artikelstamm zu hängen. „Allerdings“, erklärt Heggen,
„wurden durch den Ausfall der Datenbank unsere ursprünglichen Planungen
regelrecht über den Haufen geworfen. Wir brauchten so schnell wie möglich ein
funktionierendes ERP-System.“
Problemlose Anpassungen
Das Iserlohner Softwareunternehmen und
der Großhändler blieben in den Monaten nach Einführung von SAP Business One in engem Kontakt. Während dieser Zeit wurden im Rahmen
von Hotlinegesprächen noch offene Fragen im Umgang
mit dem System geklärt. „Auch nahmen wir verschiedene Anpassungen im Bereich
der Formulargestaltung vor. Zudem musste SAP Business One
auf das vom Großhändler seit Jahren verwendete Rabattierungssystem umgestellt
werden. „Diese individuelle Anpassung konnten wir über die in SAP Business One enthaltene Programmierschnittstelle (Application Programming Interface,
API) aber problemlos vornehmen“, versichert Bürmann.
Heute kontrolliert der Mittelständler mit Hilfe von SAP Business One das komplette Tagesgeschäft und verwaltet weit über
1.000 Produkte und Dienstleistungsartikel. Zudem sind bis jetzt allein im Verkauf
rund 4.000 Vorgänge erfasst. Das Arbeiten in einer reinen Windows-Umgebung mit
vertrauten und standardmäßigen Benutzeroberflächen und Funktionen stellt
sicher, dass das System von den Mitarbeitern einfach bedient werden kann.
Und welches Fazit zieht
Hanns-Holger Heggen rückblickend?
„Wir hatten Glück im Unglück, dass wir mit W-Concept
einen kompetenten und verlässlichen Partner hatten“, bilanziert er. „Mit SAP
Business One laufen unsere Geschäftsprozesse im
Vergleich zu früher schneller und effizienter.“ Imponiert hat Heggen zudem das schnelle, unkomplizierte und
professionelle Handeln von W-Concept und SAP. Zurzeit
überlegt der Großhändler, ob er sich neue Workstations oder ein server-basiertes Computersystem anschaffen soll. Letzteres
hätte für Heggen den Vorteil, jederzeit und
Plattform-unabhängig auf Anwendungen, Daten und Programme zugreifen zu können.
„Dieses Projekt wollen wir aber in jedem Fall wieder mit dem SAP-Partner
W-CONCEPT gemeinsam realisieren“, weiß Heggen heute
schon.